Trends im Social-Media- und Community-Management: Die BVCM-Studie

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Wer im Bereich der digitalen Kommunikation arbeitet, ist sicher schon einmal auf den Bundesverband Community Management e.V. für digitale Kommunikation und Social Media gestoßen (BVCM). Es handelt sich dabei um einen Berufsverband, der die Interessen von Social Media und Community Professionals gegenüber der Öffentlichkeit und insbesondere der Wirtschaft vertritt. Ben Ellermann, Managing Director der MUUUH! Next GmbH, war von 2013 bis 2017 Vorstandsvorsitzender des Verbandes und hat sich in diversen Projekten aktiv mit eingebracht, darunter auch bei früheren Verbandsstudien. Das Digital Dialog Team von MUUUH! nimmt im Rahmen von Fortbildungen auch an den Zertifizierungen des Verbands im Bereich Community Management teil.  

Im Frühjahr 2019 veröffentlichten wir – der Forschungsausschuss des Verbands, dessen Leitung ich innehabe - die aktuelle Studie des BVCM. Adressaten der Studie sind primär Social Media Manager einerseits und Community Manager innerhalb von Organisationen andererseits. Wie unterschieden sich die Profile? Social-Media-Manager betreuen vorwiegend die Präsenzen eines Unternehmens auf Social-Media-Kanälen, also z.B. das Facebook-Profil eines Unternehmens. Community Manager sind hingegen in der Regel für unternehmenseigene Plattformen verantwortlich, die sich an externe Nutzer richten. Klassischerweise sind dies etwa Kundenforen, die in die Website eines Unternehmens integriert sind. Zuletzt gibt es die Kategorie der Corporate Community Manager, die als interne Community Manager zu verstehen sind. Prototypisch ist hier zum Beispiel die Betreuung eines Social Intranets zu nennen. Natürlich gibt es auch Schnittmengen der oben genannten und anderer Positionen; eine eindeutige Zuordnung ist daher nicht immer möglich.

BVCM Studie Plattformennutzung

In der Studie untersuchten wir folgende Bereiche:

• Profil & Einkommen

• Berufserfahrung, Ausbildung & Fortbildung

• Berufsbilder & Aufgaben

• Plattform-Insights

• Organisatorische Einbindung & Ressourcen

• Ziele, Strategie & Erfolge

Wenngleich nicht jeder Teilnehmer aufgrund von Filterfragen und der Freiwilligkeit mancher Antworten auch tatsächlich jede einzelne Frage beantwortet hat, haben 313 Personen den Fragebogen abschließend ausgefüllt. Damit ist die BVCM-Studie deutschlandweit eine der führenden Befragungen in der Branche.

Der vorliegende Blog Post soll allerdings nicht die Ergebnisse des Reports zusammenfassen, sondern vielmehr ausgewählte Aspekte aufgreifen, die für unser Schaffen bei MUUUH! bedeutsam sind.

Eine der Folien, die regelmäßig große Aufmerksamkeit beim Publikum weckt, ist die Popularität verschiedener Sozialer Netzwerke. Hier sei noch einmal angemerkt, dass es sich dabei nicht um die Endnutzer, sondern um die Perspektive derjenigen handelt, die Soziale Netzwerke im Auftrag ihrer Arbeitgeber betreuen. Aus ihrer Sicht behält Facebook eine dominante Stellung. 98 % aller Social Media Manager betreuen ein Unternehmensprofil. Instagram erreicht in der aktuellen Studie erstmals den zweiten Platz und steigert sich signifikant mit einer Zunahme um 29 % auf insgesamt 82 % eine deutliche Steigerung im Vergleich zur letzten Studie (in 2016). Signifikante Steigerungsraten bei der Betreuung verzeichnen auch YouTube, LinkedIn und Whatsapp. Das Messenger-Netzwerk taucht in der aktuellen Studie erstmals auf, und auch uns hier bei MUUUH! beschäftigt die Anwendung von Whatsapp im geschäftlichen Kontext intensiv. Siehe hierzu das kürzlich erschienene Whitepaper unter diesem Link.

Hinzuzufügen ist, dass es neben den Sozialen Netzwerken noch eine Reihe von Communities gibt, die unternehmensseitig betreut werden.

Dazu gehören

- Brand Communities (Beispiel ADAC und Innogy

- Special Interest Communities (Beispiel Motor Talk)

- Service Communities (Beispiel Deutsche Bahn)

- Innovationscommunities (Beispiel innocentive

Immerhin ein Drittel aller Befragten, in Summe fast 100 Personen, geben an, dass sie eine unternehmenseigene Community betreuen.

Content-Erstellung bleibt die wichtigste Aufgabe für die Professionals.

Ein weiterer, spannender Bereich der Befragung beschäftigt sich mit den Angaben zu den Tätigkeiten. Nach Angaben der Professionals sind Content-Erstellung, Strategie und Moderation die drei wichtigsten Tätigkeitsbereiche, auf die auch die meiste Arbeitszeit entfällt.

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Betrachtet man hier noch einmal die oben genannten Adressatengruppen separat, beschäftigen sich Social-Media-Manager vor allem mit der Content-Erstellung. Community Mangager sehen eher die Moderation als zentrale Aufgabe, und Corporate Community Manager verwenden die meiste Zeit auf den strategischen Fokus.

Diagramm

 

Entsprechend fließt auch die meiste Arbeitszeit in Content-Erstellung:

BVCM Studie Aufgaben gesamt

Wie aber steht es um das Outsourcing der Community-Aktivitäten? Welche der genannten Tätigkeiten werden von den Professionals selbst ausgeübt und welche werden an externe Partner und Agenturen übergeben? Angeführt wird das Feld im Bereich Advertising. Hier geben 28 % der Befragten an, mit einem externen Partner zusammen zu arbeiten. Aber auch bei allen Fragen des digitalen Dialogs ist eine Zusammenarbeit mit externen Partnern oder Agenturen üblich. Im Bereich Content und Redaktion verlassen sich 16 % auf externe Unterstützung, beim Monitoring 13 % und bei der Moderation 6 %.

BVCM Studie Externe Berater

Für Kommunikations- und Marketingabteilungen ist die Herausforderung, den operativen Community-Dialog im Alltagsgeschäft sicherzustellen, immens. Häufig sind die erforderlichen Kompetenzen nur teilweise ausgebildet und der Umgang mit einschlägigen Tools nicht geübt.   MUUUH! Next hat sich auf das Outsourcing des digitalen Dialogs spezialisiert. Unsere Kunden empfinden es enorm hilfreich, wenn sie auf den relevanten Kanälen professionell und markenkonform auftreten können, die operative Herausforderung der Multi-Channel-Kommunikation aber unser Team von MUUUH! trägt.  Wir stehen Unternehmen als zuverlässiger Partner zur Seite, wenn es um die Übernahme von Dialog- und Moderationstätigkeiten geht. Dabei evaluieren wir vorab genau, wie kommuniziert wird, um auch den richtigen Ton zu treffen und auch im digitalen Dialog das Markenversprechen des Auftraggebers zu erfüllen. Wie genau das funktioniert, erläutern wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch.

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Ansprechpartner

Prof. Dr. David Wagner

Associate Director
David Wagner ist Professor für International Business & Digital Business an der Munich Business School und Associate Director bei MUUUH!...

E-Mail: infonext@muuuh.de

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